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Judith Matthes wird am 20. Februar ordiniert

Seckenhausen (miu). Heiligabend ist zwar erst übermorgen, aber ein Geschenk für die Kirchengemeinde hatte Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder schon dabei: Seckenhausen bekommt eine neue Pastorin. Heute Abend stellte sich Judith Matthes, 30 Jahre alt, dem Kirchenvorstand vor. Am 20. Februar 2016 wird sie von Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier ordiniert und offiziell in ihr Amt als Pastorin eingeführt.

Geboren in Chemnitz und aufgewachsen in Burgwedel bei Hannover, gab es für Judith Matthes nach dem Abitur zunächst zwei Berufswünsche: „Ich schwankte zwischen Dolmetscherin, weil ich gut in Sprachen bin, und Theologie. Auf den Gedanken, Pastorin zu werden, bin ich gekommen, weil ich begeisterte Pfadfinderin bin. Dafür schlägt mein Herz auch heute noch immer.“ Auf den Studienplatz als Dolmetscherin hätte sie warten müssen, „das habe ich dann als Zeichen angesehen und mich für die Theologie entschieden“, sagt die 30-Jährige und lacht.

Nach einem halben Jahr in Chile und dem Studium in Göttingen machte sie ihr Vikariat in Scharnebeck bei Lüneburg.

Der Kirchenvorstand in Seckenhausen wartete nicht erst bis zum Vorstellungsgespräch gestern Abend, um die junge Pastorin von der Gemeinde zu überzeugen, sondern ging schon vorher in die Charmeoffensive. „Total süß: Sie haben mir ein Begrüßungspaket geschickt“, erzählt Judith Matthes und strahlt, als sie den Karton auf den Tisch stellt: Persönliche Willkommensgrüße, ein Fotobuch, Gemeindebriefe, Informationen über die Region, Schokolade, viele kleine Überraschungen – so gewinnt man Herzen.

„Mir gefällt das Ensemble mit Kirche und Gemeindehaus. Und ich freue mich schon sehr auf die Gemeinde“, sagt Judith Matthes. „Ich möchte schnell die Menschen hier kennenlernen und Gottesdienste feiern, wo immer es geht. Ich träume natürlich auch schon von einem ganz großen Pfadfinder-Gottesdienst.“

In ihrer Freizeit liest die 30-Jährige, geht gerne bummeln oder einkaufen und fährt viel Rad. „Ich werde hier bestimmt gleich im ersten Jahr ziemlich viele Kilometer machen“, meint sie. „Die Gegend ist schön, und ich kenne die Region auch schon ein bisschen, weil ich Freunde in Bremen habe.“