Brinkum - Heiligenrode - Seckenhausen
Kirchenregion Stuhr
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Aus Sonnenlicht wird elektrischer Strom

Die Sonne scheint - oder anders gesagt: Die Lichtstahlung der Sonne erreicht die Erde. Man kann sich die Lichtstrahlung so erklären, dass sie aus kleinen Ernergieteilchen besteht: Den Photonen.

Scheint das Licht auf eine Solarzelle, dann treffen die Photonen auch auf die Elektronen der Solarzelle. Die Elektronen haben dann ein höheres Energieniveau und können sich aus ihren bisherigen Bindungen an die Atome lösen.

    

Die Solarzelle besteht hauptsächlich aus Silizium. Durch Einbringen weiterer chemischer Elemente in das Silizium hat man zwei verschiedene Schichten hergestellt: Das negativ dotiertes Silizium hat einen negativen Ladungsträgerüberschuss - also "zuviel" Elektronen. Das positive Silizium hat einen positiven Ladungsträgerüberschuss - also "zuwenig" Elektronen - Elektronenlöcher. In der Grenzschicht kommt es zu einem inneren elektrischen Feld.

Bei Lichteinfall werden nun Elektronen als Ladungsträger freigesetzt. In der Grenzschicht werden die Ladungsträger aufgrund des inneren elektrischen Feldes getrennt in positive in negative Ladungsträger. Die entstandene Ladung kann an den Elektroden abgegriffen werden. Es ensteht ein Stromkreis, dessen elektrischer Strom genutzt werden kann.

  

Von der Sonne bis zur Steckdose

Scheint die Sonne auf eine Solarzelle, dann können die positiven und negativen Ladungen an den Elektroden abgenommen werden. Damit auch genügend Strom vorhanden ist, werden viele Solarzellen zu Solarmodulen zusammengeschaltet.

Es entsteht ein geschlossener Stromkreis, bei dem der Strom immer von den negativen zu den positiven Elektroden fließt. Damit der Strom aber im öffentlichen Stromnetz genutzt werden kann und über weite Strecken geleitet werden kann brauchen wir Wechselstrom, bei dem der Strom 50 mal pro Sekunde zwischen beiden Richtungen hin- und herfließt. Deswegen wird der Strom über Wechselrichter an die Wechsel-Frequenzen des öffentlichen Netzes angepasst.

Und dann gibt es noch zwei Stromzähler, die den Strom messen, der in zwei Richtungen fließt:Über einen Einspeisezähler kann ermittelt werden, wieviel Strom von den Wechselrichtern in das öffentliche Netz fließt.

Der Eigenverbrauch in der Kirche wird nach wie vor mit dem Bezugszähler gemessen. Für jede Kilowattstunde, die der Einspeisezähler anzeigt, bekommt die Kirchengemeinde Geld. Für das, was der Bezugszähler anzeigt, muss sie bezahlen. Aber unsere Anlage produzierte im ersten Jahr über 35.000 Kilowattstunden - ein Vielfaches von dem, was wir verbrauchen!