Brinkum - Heiligenrode - Seckenhausen
Kirchenregion Stuhr
gemeinsam unterwegs ...

Die Idee

Die Gemeinde hat die notwendige Sanierung des Kirchendaches genutzt, um die besondere architektonische Gestaltung des Gebäudes mit einer umweltschonenden Nutzung des Sonnenstroms zu verbinden.

Von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung dauerte es mehr als zwei Jahre. In diesen Prozess waren viele Gemeindeglieder, aber auch das Landeskirchenamt Hannover und Gremien des Kirchenkreises Syke-Hoya einbezogen. Begleitet wurde das Projekt außerdem durch das Umweltzentrum Stuhr.

 

Das Kirchendach

Schon von Beginn an war klar: Das Kirchendach sollte nicht nur teilweise, sondern vollständig mit Solarstrommodulen bedeckt werden. Die beiden symmetrischen, jeweils dreieckigen Dachflächen sind nach Süden bzw. Westen ausgerichtet.

Das Dach hat eine Gesamtgröße von 400 m². Die Leistung der 260 Module beträgt insgesamt

41,6 kWp (Kilowatt Peak = Höchstleistung unter optimalen Bedingungen). Damit ist die Photovoltaikanlage die größte auf einem Kirchendach in Norddeutschland.

 

Das Geld

Finanziert wurde die Anlage vor allem durch ein Darlehen des Kirchenkreises Syke-Hoya und die "Seckenhauser Sonnenscheine" - das sind private rückzahlbare Darlehen. Dadurch sind viele Gemeindeglieder und auch Interessierte aus der Region Teilhaber/innen der Anlage.

Außerdem wurde das Projekt gefördert durch Erträge der Niedersächsischen Lottostiftung - BinGO! Die Umweltlotterie sowie Zuschüsse der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Insgesamt beträgt der Anteil nicht rückzahlbarer Zuschüsse für den Bau der Anlage weniger als 8 % der Investitionssumme. Eine Übersicht über die Kosten und die verschiedenen Bestandteile der Gesamtfinanzierung finden sie hier.

Die Rückzahlung der Darlehen wird durch die Einspeisevergütungen ermöglicht: Der erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist und zu einem gesetzlich festgelegten Preis an das regionale Energieversorgungsunternehmen verkauft.

 

Der Nutzen

Die Anlage produziert jährlich durchschnittlich 34.500 kWh an elektrischem Strom (zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht durchschnittlich 4.000 bis 4.500 kWh im Jahr). Durch die umweltfreundliche Stromerzeugung werden jährlich über 27.000 kg an CO2-Emissionen vermieden.

Die Gemeinde will damit zeigen: Wir reden nicht nur über die Bewahrung der Schöpfung, sondern wir tun etwas.