Brinkum - Heiligenrode - Seckenhausen
Kirchenregion Stuhr
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So schlicht die Klosterkirche auch scheint, birgt sie doch einige Kostbarkeiten. Eine von ihnen ist das etwa 500 Jahre alte Deckenfresko im Gewölbe. Die 1955 geweihte Orgel auf der Empore verdeckt ein weiteres um 1500 entstandenes Bild an der Turmwand. Es stellt die Könung Marias zur Himmelskönigin (lateinisch: regina coelis) durch Christus dar, eine mittelalterliche Glaubenslehre der kath. Kirche, die in dem Dogma der Himmelfahrt Marias erst im 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt fand. 
       
Christus und Maria sitzen wie ein gleichberechtigtes Paar auf ein und demselben kirchenbauartigen Thron, umgeben von prächtigen Weinranken. In der Linken hält Christus ein weißes Kreuz, mit der der Rechten setzt er Maria eine goldene Krone auf. Sie neigt ihm das Haupt und die betenden Hände entgegen. Beide haben inen grünen Heiligenschein, bei Christus mit dem Kreuz des Erlösers, das an den drei sichtbaren Enden aufgespalten ist wie ein aufbrechender Zweig im Frühling, Sinnbild des neuen Lebens nach dem Tod. 
1963 gestaltete der Schweringer Kunstmaler Pot d'Or die drei Spitzbogenfenster im Chorraum. Im mittleren Fenster sehen wir Christus am Kreuz und in den bieden äußeren Fensterbögen die Arme und Hände. Über dem tief geneigten Kopf kann man die historische Inschrift INRI (lateinisch: Jesus, Nazarenus rex iudaicus; deutsch: Jesus Christus, König der Juden) entziffern. Links und rechts unter den Händen des Gekreuzigten erkennt man je ienen Kelch zum Auffangen des Blutes Christi. Die Kelche werden gehalten von Engeln, die über bzw. unter dem Querbalken des Kreuzes schweben.

Im unteren Drittel des linken Fensters kniet Maria, die Mutter Jesu, in blauem Gewand mit betenden Händen. 

Im unteren Teil des rechten Fensters steht aufrecht in der Einöde mit lang ausgestrecktem Zeigefinger Johannes der Täufer, der die Fragenden auf den Mann am Kreuz hinweist.

 
Der Turm beherbergt ein kunstgeschichtlich wertvolles Geläut von hohem Klangreiz, es gehört zu den ältestens der Hannoverschen Landeskirche.

Die vermutlich älteste Glocke aus dem frühen 14. Jahrhundert trägt unter der Krone romanische Ornamente, sowie neben dem Alpha und Omega die Buchstaben "AGLA". Dies sind die Anfangsbuchstaben eines hebräischen Dankgebetes und stehen für "Du bist gewaltig für ewiglich, Herr".

Die größte Glocke, deren Gußjahr mit 1350 angenommen wird, ist verziert mit einem Kranz von 24 Darstellungen aus dem Neuen Testament.

Die kleinste Glocke goss Berend Klinghe im Jahr 1456. Sie trägt die Inschrift "maria bin ik geheten de priorene heft mi laten geheten anno dm MCCCCVI", darunter "berend clinghe de mir geghaten had god geve siner selen rad".  

Einen virtuellen Rundgang durch die Klosterkirche erleben Sie hier.

 

(Text und Fotos dieser Seite mit freundlicher Genehmigung von Rudolf Franke)

 

Losungen

Tageslosung von Freitag, 20. Juli 2018
Ich will sie durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Dann werden sie meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören.
Paulus schreibt: Wir rühmen uns der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung.

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